Herkunftsland Afghanistan - Fluchtursachen, die Lage der Menschenrechte und die Situation afghanischer Geflüchteter in Deutschland

Veranstaltungen von JANUN Lüneburg e.V.

09.12.2017 14:00 Universitätsallee 1 in 21335 Lüneburg Hörsaal 4

Seit 2016 forciert Deutschland Abschiebungen nach Afghanistan. Die sich in jüngerer Zeit sogar noch verschärfende prekäre Menschenrechts- und Sicherheitslage in dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land wird dabei ausgeblendet. Die veränderte Debatte und die Abschiebungen in Sammeltransporten sorgen bei den in Deutschland lebenden Afghan*innen für eine wachsende Verunsicherung.

Bei den Abschiebungen handelt es sich vor allem um Symbolpolitik zu Lasten von Schutzbedürftigen. Die von der Bundesregierung vorgenommene bewusste Inszenierung der Abschiebungen in Sammeltransporten soll erstens den Druck auf afghanische Geflüchtete erhöhen, freiwillig nach Afghanistan zurückzukehren. Zweitens soll ein Abschreckungseffekt erzielt werden, damit sich Schutzbedürftige aus Afghanistan erst gar nicht bemühen, nach Europa zu gelangen. Drittens sind die Abschiebungen ein innenpolitisches Signal der Bundesregierung, dass die zunächst proklamierte „Willkommenskultur“ beendet ist.

Wie die Sicherheitslage im Land tatsächlich aussieht, wird die Ethnologin Friederike Stahlmann berichten. Zudem werden wir die schwierige Situation afghanischer Geflüchteter in Deutschland thematisieren.

Eine gemeinsame Veranstaltung des JANUN Lüneburg e.V., des Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., den Referaten AntiRa und PENG des AStA der Universität Lüneburg, der Gruppe Solidarität mit Migrant*innen und der Offenen Sprechstunde Lüneburg.

Foto: © Friederike Stahlmann

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